Archiv für das Tag 'Lukasevangelium'

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Selbsteinladung

Schon häufig haben wir wohl das Evangelium von Zachäus, dem obersten Zollpächter in Jericho, gehört. Gerade auch Kindern gefällt diese “Geschichte” gut, weil sie sich mit dem Mann, der von kleiner Statur ist, gut vergleichen können. Auch in der Vorbereitung auf das Sakrament der Wiederversöhnung (das Bußsakrament) wird die Zachäus-Geschichte gerne eingesetzt.
“Zachäus, komm schnell herunter. Heute muss ich in deinem Haus zu Gast sein.” - Für mich ist das ein Schlüsselsatz in diesen Versen aus dem Lukasevangelium (Lk 19,1-10)
Da lädt sich doch Jesus selbst ein. Mir ist es nicht immer angenehm, wenn sich jemand “einfach so” bei mir einlädt und trotzdem… hat nicht jede/r den Wunsch, dass Gott einen “Platz” bei ihm/ihr hat? Zachäus war nicht sehr überrascht. Er wollte ja Jesus sehen und weil er so klein ist, wollte er ihn von einem Maulbeerfeigenbaum aus sehen, auf den er kletterte. Die Sehnsucht, Jesus zu sehen, ist also schon vorher da. Wie ist das bei mir/uns? Habe ich auch eine ständige Sehnsucht nach Jesus, dass mich eine “Selbsteinladung” von IHM nicht überraschen könnte?

Geschrieben von Sr. Birgit am 17. November 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Zeit-Zeichen

Die Zeiten stehen schlecht, denken viele Zeit-Genossen und -Genossinnen. Im Evangelium hören wir heute, dass wir Menschen uns recht schwer tun, die Zeichen der Zeit richtig zu deuten (Lk 12,54-59). Jesus wirft den Menschen vor: “Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so. Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiß. Und es trifft ein. Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten? Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?” - Wie schwer tun wir Menschen uns doch? - Jede Menge Analysen zu verschiedenen Situationen werden gemacht, doch ob wir die richtigen Schlüsse immer daraus ziehen? Vor allem, wenn es um unser ganz persönliches Leben geht. Ich denke, dass wir uns immer wieder im Gebet an den Heiligen Geist wenden dürfen, um IHN um die Gabe der Unterscheidung zu bitten. ER ist es, der uns die Richtung weist - vorausgesetzt, dass wir für IHN offen sind und IHN zu verstehen wagen. Gute Gedanken allein helfen meistens noch nicht - erst wenn Taten folgen offenbart sich, ob die Zeichen der Zeit richtig erkannt wurden. Probieren wir es einfach - zuerst mit dem Gebet… und dann mit den Taten!

Geschrieben von Sr. Birgit am 23. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Immer wieder Zeichen

Was wollen wir Menschen eigentlich immer noch mehr von Gott? Wenn wir ehrlich sind, dann ist es doch so, dass wir etwas ’sehen’ möchten, oder ‘begreifen’ wollen. Wir geben uns nicht einfach zufrieden mit unserem Glauben. Wir sind wie kleine Kinder, die etwas anfassen möchten. Nur - Gott lässt sich so nicht anfassen. Denken wir nur an den Auferstandenen, der zu Maria von Magdala sagte: “Halte mich nicht fest..” - Im Evangelium geht es darum, dass die Menschen ein Zeichen von Jesus sehen möchten. Er aber sagt: “Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.” (Lk 11,29) Jona soll uns Zeichen genug sein. Er ist der Prototyp des Jesus. Der Mahner, der von den Menschen verstoßen (über Bord geworfen) im Bauch eines Walfisches drei Tage wie tot verbringt und dann ausgespien wird - und wieder lebt. Jona ist also die Symbolfigur für Jesu Tod und Auferstehung. Würden denn heutzutage mehr Menschen an Gott glauben, wenn sie so ein ähnliches Zeichen sehen würden wie das des Jona? - Ich denke wohl kaum. Das hat Jesus schon erkannt. Was wollen die Menschen eigentlich noch für ein Zeichen - ist ER uns denn nicht Zeichen genug?

Geschrieben von Sr. Birgit am 4. März 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Gepriesen sei Gott!

“Sein Name ist Johannes.”  So bricht es aus Zacharias heraus. (Lk 1,57-66) Seit der Verkündigung seines Sohnes durch einen Engel war er stumm, da hat es ihm sprichwörtlich ‘die Sprache verschlagen’. Und er pries Gott. Das, was er neun Monate vorher nicht glauben wollte, hat sich nun verwirklicht. Nun kann er dem Lobpreis mit Worten Ausdruck verleihen. - Wie geht es mir dabei? Nein, ein Engel ist mir noch nicht erschienen und mir hat auch noch niemand so etwas Großartiges verkündet - und doch, was wäre wenn? Wir würde ich reagieren? Würde es mir nicht auch die ‘Sprache verschlagen’? Es geht doch um Glauben - um meinen Glauben. Aber, auch wenn nicht in so einer Situtation wie Zacharias stecke, kann ich doch Gott preisen - mit Worten und mit Liedern. Dazu hat er mir meine Zunge gegeben. Gepriesen sei Gott!

Geschrieben von Sr. Birgit am 23. Dezember 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

“Nichts ist unmöglich…”

Eine Automarke wirbt mit diesem gesungenen Spruch. Ich würde diesen Satz abwandeln in: “Nichts ist unmöglich - bei Gott!” In den heutigen Tageslesungen wird das mal wieder deutlich. Unfruchtbaren Frauen wird ein Kind versprochen - durch einen Boten Gottes. Gottes Zusage heißt Leben. Die beiden Frauen, wie überhaupt die Frauen, denen Kinder versagt blieben, waren in der Gesellschaft nichts wert. Wertvoll war eine Frau erst dann, wenn sie Kinder zur Welt brachte. Wahrscheinlich haben sie beide mit ihrem Leben und vielleicht sogar mit Gott gehadert. Gott setzt sich über Grenzen (auch körperlicher Art) hinweg und macht Leben möglich. Nicht nur neues Leben in Gestalt eines Kindes, sondern ER belebt zugleich die Frauen in ihrer Würde. - Für mich stehen heute viele Fragen im Raum: Wo bin ich unfruchtbar? Wo brauche ich eine Wieder- oder Neubelebung? Lasse ich Gott an mir handeln? Vertraue ich darauf, dass für Gott nichts unmöglich ist?

Geschrieben von Sr. Birgit am 19. Dezember 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Voll der Gnade

Heute feiert die kath. Kirche das Immaculata-Fest (oder wie es ganz offiziell heißt: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria). Ein Fest, das aus dem Feiertagskalender schon viele Jahre (zumindest bei uns in Deutschland) gestrichen wurde. Ein Fest, dessen Inhalt nicht so ganz einfach zu vermitteln ist. Heute wird die ‘Unbefleckte Emfängnis’ der Gottesmutter gefeiert, am 8. September, also neun Monate später ist ihr Geburtsfest. Vom Beginn der Empfängnis Marias in Annas (ihre Mutter) Schoß, blieb Maria von der Erbsünde bewahrt. Gott brauchte ein würdige Wohnung, in der ER einmal Menschen werden wollte.  Das konnte nur durch eine Frau geschehen, die in diesem Sinne ganz frei davon war. - Im Lukasevangelium, das wir heute hören (Lk 1,26-38), kommt das in der Verkündigungsszene zum Ausdruck als der Engel zu Maria sagte: “Sei gegrüßt, du Begnadete… [...] Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.” - Maria, die Begnadete, diejenige, die bei Gott Gnade gefunden hat. Mit Gnade können wir Menschen heute nicht mehr allzu viel anfangen. Höchstens sagt man noch: “Was für ein begnadeter Künstler!” - Gnade hat mit Segen zu tun, Maria ist eine Gesegnete, und zugleich eine reich Beschenkte, denn auch das bedeutet Gnade. Sie ist die Auserwählte Gottes, in ihr wollte Gott Mensch werden. Gott hat sie gesegnet, damit sie IHN uns zum Geschenk machen konnte.

Geschrieben von Sr. Birgit am 8. Dezember 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Erhobenen Hauptes

Wenn einer “erhobenen Hauptes” daher kommt, dann ist das meistens jemand, der stolz ist und sich seiner Würde bewusst ist. Im heutigen Evangelium (Lk 21, 20-28) wird uns ein “Unheilsszenario” dargestellt wie es am Ende der Welt wohl sein wird. Aber wir sollen den Kopf nicht hängen lassen, denn Jesus sagt: “Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt euere Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.” - Er sagt nicht, dass wir uns ‘verkrümeln’ sollen, dass wir Schutz in einem Bunker suchen sollen oder uns flach auf den Boden werfen sollen. Nein - erhobenen Hauptes sollen wir auf IHN zugehen. ER hat uns die Verheißung gegeben, dass unsere Erlösung nahe ist. Wir brauchen keine Angst zu haben. Die Herrlichkeit Gottes erwartet uns. Das dürfen wir glauben und hoffen.

Geschrieben von Sr. Birgit am 27. November 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Das Leben gewinnen

Wer möchte das nicht - das Leben gewinnen? Gewinnspiele sind “in”. Je höher die Gewinnsummen desto größer der Andrang beim Spiel mitzumachen. Wenn diese Theorie stimmen würde, dann müsste in der Kirche ein riesiger Andrang sein. Aber, den kann man zumindest zur Zeit in unserem Land nicht gerade ausmachen. Jesus verspricht uns, dass wir das Leben gewinnen werden (Lk 21,19). Allerdings unter der Voraussetzung, dass wir standhaft bleiben - im Glauben. Nein, ein Spaziergang ist unser Leben wahrlich nicht. Jesus sagt uns Christen sogar voraus, dass wir Verfolgung und Bedrängnis auf uns nehmen werden müssen. Wir werden nicht einmal von den engsten Familienmitgliedern verschont. Aber er sagt uns auch, dass wir uns nicht um die rechten Worte zur Verteidung sorgen müssen. ER wird sie uns in Seiner Weisheit eingeben. Unsere Aufgabe ist es also, unseren Glauben zu nähren, damit wir den Anfechtungen stand halten können. Mit Seiner Hilfe ist das möglich. Allein IHM dürfen wir vertrauen - dann werden wir das Leben gewinnen.

Geschrieben von Sr. Birgit am 26. November 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Lasst euch nicht erschrecken!

Wenn man die Verse des heutigen Evangeliums (Lk 21,5-11) liest, dann kann es einem Angst und Bange werden. Von Kriegen und Unruhen, von Erdbeben, von Seuchen und Hungersnöten ist da die Rede. “…schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.” (Vers 11) - Aber Jesus sagt auch: “Gebt acht, dass man euch nicht irreführt!… lasst euch nicht erschrecken!” - Wir sollen uns also nicht ängstigen. Die Welt wird vergehen und es gibt ‘erste’ Anzeichen. Die sehen wir auch jetzt schon - dank Multi-Media kommt die Welt zu uns ins Haus. Wir Christen sollen wachsam sein. Christus wird wiederkommen, wie ER verheißen hat. Doch wir kennen weder Zeit noch Stunde. Angesichts von vielen Schreckensmeldungen sollen wir uns nicht ’scheu’ machen lassen, sondern in gelassener Achtsamkeit die Wiederkunft des Herrn erwarten. Advent. So wünsche ich uns - nicht nur für heute - Gelassenheit und viel Gottvertrauen.

Geschrieben von Sr. Birgit am 25. November 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Zwei kleine Münzen

Im Mittelpunkt des heutigen Evangeliums (Lk 21,1-4) stehen zwei kleine Münzen. Nein, nicht so sehr das materielle, sondern der Mensch - in diesem Fall eine arme Witwe - der diese Münzen gibt. Diese Münzen stehen für den ganzen Besitz, den ganzen Lebensunterhalt. Jesus ist im Tempel und beobachtet die Menschen. Da gibt es jene, die großzügig in den Opferkasten werfen - sie geben etwas ab von ihrem Reichtum. Und dann gibt es diese Witwe, die alles gab. Jesus möchte hier kein “Moralapostel” sein und die ‘Reichen’ verurteilen. Vielmehr möchte er auf die Haltung der Frau aufmerksam machen. Sie gibt alles, was sie hat, sie stellt alles zur Verfügung, was sie eigentlich zum Leben bräuchte. Sie hat ihr Leben ganz hin auf Gott ausgerichtet, sie legt alles ’sinnbildlich’ zurück in seine Hände. - Ich selbst habe mir heute die Frage gestellt: Wie sehen meine Münzen aus? Welche Haltungen verbergen sich hinter ihnen? Welche Münze meines Lebens biete ich Gott an? Nur einen kleinen Teil, den ich meine, abgeben zu können, oder mein ganzes Leben?

Geschrieben von Sr. Birgit am 24. November 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

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