Anteil haben

Heute, am Gründonnerstag, hören wir den Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium, wo es um die Fußwaschung geht. Im Johannes-Evangelium gibt es ja keinen Einsetzungsbericht für die Eucharistie, wie in den anderen Evangelien. Mir ist ein Vers besonders aufgefallen, den man leicht überlesen kann. Jesus ist dabei, seinen Jüngern die Füße zu waschen. Als er zu Petrus kommt, möchte dieser Jesus diese Geste fast schon verweigern als er ihm entgegnete: “Niemals sollst du mir die Füße waschen!” Und dann sagt Jesus: “Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.” (Joh 13,8)
Das ist für mich ein Kernsatz. Durch diesen “niedrigen Dienst” (den zur damaligen Zeit nur Haussklaven vollzogen) gibt Jesus Anteil an seinem Leben. Anteil im Dienen. Jesus ist gekommen, um zu dienen - dem Nächsten, dem Notleidenden, um Not zu wenden. Das zu verstehen ist wirklich nicht einfach. Und mir geht es da eher wie Petrus. Ich glaube, das ist eine “Grundangst” von uns Menschen. Gott, das Göttliche, nicht an uns ranzulassen - mit der Begründung, dass wir nicht würdig sind. Wenn wir IHN aber an uns ranlassen - an die “schmutzigen Füße”, dann beschenkt ER uns mit seiner Nähe und gibt uns Anteil an IHM.


admin 1. April 2010 Allgemein Keine Kommentare Trackback URI Kommentare RSS

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