Selbsteinladung
Schon häufig haben wir wohl das Evangelium von Zachäus, dem obersten Zollpächter in Jericho, gehört. Gerade auch Kindern gefällt diese “Geschichte” gut, weil sie sich mit dem Mann, der von kleiner Statur ist, gut vergleichen können. Auch in der Vorbereitung auf das Sakrament der Wiederversöhnung (das Bußsakrament) wird die Zachäus-Geschichte gerne eingesetzt.
“Zachäus, komm schnell herunter. Heute muss ich in deinem Haus zu Gast sein.” - Für mich ist das ein Schlüsselsatz in diesen Versen aus dem Lukasevangelium (Lk 19,1-10)
Da lädt sich doch Jesus selbst ein. Mir ist es nicht immer angenehm, wenn sich jemand “einfach so” bei mir einlädt und trotzdem… hat nicht jede/r den Wunsch, dass Gott einen “Platz” bei ihm/ihr hat? Zachäus war nicht sehr überrascht. Er wollte ja Jesus sehen und weil er so klein ist, wollte er ihn von einem Maulbeerfeigenbaum aus sehen, auf den er kletterte. Die Sehnsucht, Jesus zu sehen, ist also schon vorher da. Wie ist das bei mir/uns? Habe ich auch eine ständige Sehnsucht nach Jesus, dass mich eine “Selbsteinladung” von IHM nicht überraschen könnte?