So beginnt ein beliebter Vers zur Adventszeit. Advent, Advent… ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei… usw. - Sicherlich haben Sie einen Adventskranz oder ein Adventsgesteck und vielleicht hatten Sie auch schon die Zeit, die erste Kerze zu entzünden und ein wenig inne zu halten. Mit dem heutigen Sonntag beginnen wir ein neues Kirchenjahr - das Lesejahr C (das das Lukasevangelium zur Mitte hat). Im Evangelium heute steht, dass uns die Sorgen des Alltags nicht verwirren sollen. Manchmal ist das gar nicht so einfach. So viele Dinge, die einen gefangen nehmen… und da soll man noch Zeit haben, Advent zu feiern und sich auf Weihnachten vorzubereiten… Doch - es geht. Hilfen gibt es ja jede Menge - nur - die Zeit muss man sich schon selbst nehmen. Es braucht ja nicht gleich eine Stunde zu sein - es genügen manchmal schon fünf bis zehn Minuten - einfach nichts zu tun - eine Kerze zu entzünden und bei sich selbst einkehren und die Stille genießen. Das ist doch Advent - Zeit des Wartens, warten auf die Ankunft Gottes.
Tags: Advent
Schon häufig haben wir wohl das Evangelium von Zachäus, dem obersten Zollpächter in Jericho, gehört. Gerade auch Kindern gefällt diese “Geschichte” gut, weil sie sich mit dem Mann, der von kleiner Statur ist, gut vergleichen können. Auch in der Vorbereitung auf das Sakrament der Wiederversöhnung (das Bußsakrament) wird die Zachäus-Geschichte gerne eingesetzt.
“Zachäus, komm schnell herunter. Heute muss ich in deinem Haus zu Gast sein.” - Für mich ist das ein Schlüsselsatz in diesen Versen aus dem Lukasevangelium (Lk 19,1-10)
Da lädt sich doch Jesus selbst ein. Mir ist es nicht immer angenehm, wenn sich jemand “einfach so” bei mir einlädt und trotzdem… hat nicht jede/r den Wunsch, dass Gott einen “Platz” bei ihm/ihr hat? Zachäus war nicht sehr überrascht. Er wollte ja Jesus sehen und weil er so klein ist, wollte er ihn von einem Maulbeerfeigenbaum aus sehen, auf den er kletterte. Die Sehnsucht, Jesus zu sehen, ist also schon vorher da. Wie ist das bei mir/uns? Habe ich auch eine ständige Sehnsucht nach Jesus, dass mich eine “Selbsteinladung” von IHM nicht überraschen könnte?
Tags: Lukasevangelium
Heute feiern wir das Fest “Allerheiligen”. Die Seligpreisungen hören wir heute im Evangelium. “Selig seid ihr, wenn…” - man könnte auch übersetzen mit “Glücklich zu preisen seid ihr, wenn…” - Glückseligkeit, die schon diejenigen erreicht haben, die ihr irdisches Leben vollendet haben. Aber auch wir, die wir noch unterwegs sind auf diesen so irdischen Wegen, sind glücklich zu preisen. Wir haben als Vor-Erlöste schon einen Vor-geschmack auf dieses Leben bei Gott. Wir sind alle berufen zur “Heiligkeit”. - Nur - den meisten von uns sieht man es nicht an - Heiligkeit ist nichts Außergewöhnliches, wie man es von einige herausragenden Gestalten im Lauf der Kirchengeschichte her kennt. Jede und jeder ist dazu berufen - seinen Alltag zu heiligen, d. h. den Alltag im Bewusstsein als Gottes geliebte Tochter/geliebten Sohn zu leben. Sind wir dann nicht “glücklich zu preisen”?