Gerade auf dem Buchmarkt haben sich Bücher etabliert, in denen es um Engel geht. Warum haben sie wohl so großen Erfolg? Ich denke, dass es nicht immer nur am Autor liegt. Menschen suchen nach “Mittlerwesen” zwischen Gott und den Menschen. Und da kommen uns die Engel gerade recht. Heute feiert die katholische Kirche das Fest der drei Erzengel Michael, Gabriel und Raffael. Ein schönes Fest, das uns an solche “Mittler” erinnert. Michael, der mit dem Drachen (mit Satan) gekämpft hat und ihn besiegt hat. Er soll uns immer daran erinnern, sich für das Gute einzusetzen und er hilft uns im Kampf gegen das Böse (gerade auch in unseren inneren Kämpfen). Gabriel ist derjenige der die Gute Botschaft bringt, wenn wir die Verkündigung z. B. an Maria betrachten. Er kann uns daran erinnern, offen zu sein für Gottes Wort. Und Raffael ist der Engel, der den jungen Tobias (im Buch Tobit wird in der Bibel davon berichtet) auf seinem Weg begleitet und seinen Vater von seiner Blindheit heilt. Er kann uns erinnern, dass wir der heilenden Kraft Gottes vertrauen dürfen. Um uns immer wieder an Gottes Nähe zu erinnern, können uns diese “Mittlerwesen” (Engel sind geschaffene Wesen Gottes, seine Geschöpfe) erinnern. Wenn uns dabei eines der vielen Engelbücher hilft - umso besser. Ansonsten können wir uns auch ein Bild oder einen Bibelvers irgendwohin legen, wo wir häufiger vorbeigehen, um uns an unsere ständigen “Lebensbegleiter” zu erinnern.
Blöde Frage - ist doch klar. Derjenige, der so krank ist, dass die Selbstheilungskräfte nicht mehr ausreichen. Wenn man also so krank ist, dass man mit den üblichen “Hausmitteln” nicht mehr auskommt. Dann geht man wohl oder übel zum Arzt - obwohl es sicherlich auch solche Menschen gibt, die schon bei kleinen “Wehwechen” den “Onkel Doktor” aufsuchen. Im heutigen Evangelium (am Fest des Evangelisten Matthäus) sagt Jesus im Zusammenhang mit der Berufung des Zöllners Matthäus: “Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.” (Mt 9,12) - Jesus lädt alle ein, besonders aber die Kranken (in diesem Fall die Sünder und Zöllner). - An dieser Stelle habe ich mich selbst gefragt. Zu welcher Kategorie gehöre ich eigentlich? Natürlich ist es ein großes Gut - die Gesundheit. Und ich bin auch dankbar, dass es mir soweit gut geht. Doch Jesus meint sicherlich nicht nur die körperliche Gesundheit (obwohl er ja viele körperlich Kranke geheilt hat), sondern er meint den ganzen Menschen (auch in seiner geistigen und geistlichen Verfasstheit). Und da weiß ich, dass ich auch heilungsbedürftig bin - immer wieder. Gerne nehme ich die Einladung Jesu an. Es kostet zwar Überwindung (wer geht schon gerne zum Arzt?) - und man sollte meinen, dass ein Beichtgespräch zur “Routine” eines Ordenschristen gehört… Doch ich bin sehr froh um dieses Sakrament, in dem mich ein Priester im Namen Jesu losspricht von meinen Sünden. Und da liege ich ganz auf der Linie eines Matthäus - ich brauche einen “Arzt”.
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