Monatsarchiv für Juli 2009

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Atempause

Sommerzeit - Urlaubszeit. Ein netter Slogan. Zu Jesu Zeiten gab es noch keinen Urlaub. Wie wir heute aus dem Evangelium (Mk 6,30-34) vernehmen, sind die Jünger und Jesus sehr in Beschlag genommen von den Leuten. Nicht einmal zum Essen kommen sie. Heute würde man wohl sagen:”Ziemlich stressig!” - “Dann fuhren sie im Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.” - Endlich ist es soweit - ein Atempause ist nötig. Weg von den Menschen und ihren Problemen und endlich allein. Ruhe - einfach ungestört sein wollen. Auch Jesus und seine Jünger brauchen eine Atempause - so wie wir uns alle wohl immer wieder nach solchen Aus-Zeiten sehnen. Und die sind ja auch wichtig. Wenn wir nicht wieder zur Ruhe kommen und Kraft tanken können, können wir keine Leistung bringen. Ein Akku, der immer nur halb aufgeladen wird - bringt keine volle Leistung. Deshalb - wenn es möglich ist (und man braucht ja nicht weit weg zu fahren) - einfach raus und abschalten - mal das “normale Leben” für eine Atempause hinter sich lassen. Dann hat man auch wieder neuen Atem für eine neue Wegstrecke. Machen wir’s wie Jesus - gönnen wir uns eine Pause!

Geschrieben von Sr. Birgit am 19. Juli 2009 | Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar

Warum?

Auf die bekannte “Warum-Frage” könnten uns heute die Verse aus dem Epheserbrief (Eph 1,3-14) eine Antwort geben. Warum sind wir auf der Welt? Wozu eigentlich? - Früher musste jeder Katholik auf diese Katechismusfrage Antwort geben - sie wurde im Unterricht abgefragt wie das Einmaleins. “Denn in Jesus Christus hat uns Gott erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Kinder zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. “ (Eph 1,4-6) - Ja, seit Ewigkeit her hat uns Gott erwählt, aus Liebe, zum Lob und zur Herrlichkeit Gottes. Wenn wir uns dieser Wahrheit öfter bewusst wären, wie glücklich könnten wir sein? Nein, Gott verlangt keine Leistung von uns, wir dürfen und sollen IHN mit unserem Sein loben und Seine Herrlichkeit sichtbar machen. Ist das nicht schön? Und heute bietet sich eine neue Gelegenheit dazu - nützen wir sie.

Geschrieben von Sr. Birgit am 12. Juli 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Ganz schön anstößig

Wenn jemand Anstoß erregt, dann muss schon etwas Besonderes vorgefallen sein. Im Fall Jesu war das eigentlich nicht so - doch die Menschen, die ihm in seiner Heimatstadt Nazareth zuhörten, fanden sein Verhalten anstößig. “Woher hat er das alles?… Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?” (Mk 6,1-6) - Was war es also, was so anstößig an Jesus war? Der Umstand, dass man es von einem einfachen Menschen wie ihm nicht vermutet hätte, so weise zu sein und zu lehren - “wie einer der Vollmacht hat”. - Ich kann durchaus dem “Anstößigen” etwas Positives abgewinnen. Wenn etwas angestoßen wird, dann beginnt etwas, wie z. B. eine chemische Reaktion, oder beim Sport sagt man ja auch “Anstoß hat die Mannschaft xx”. Auch das heutige Evangelium erzählt von den Anfängen des Wirkens Jesu, auch wenn er in seiner Heimatstadt nicht viel ausrichten konnte, weil die Menschen zu wenig Glauben hatten. Ich finde es wichtig, dass es immer wieder Menschen gibt, die im positiven Sinn “Anstoß erregen”. Das ist aufrüttelnd und wie schon Hermann Hesse sagte: “In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.” - Vielleicht versuchen wir es ja selbst einmal und stoßen Neues an - im evangelischen Sinn.

Geschrieben von Sr. Birgit am 5. Juli 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare