Monatsarchiv für Januar 2009

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Das Kind im Mittelpunkt

“Hallo Don Bosco…” - Mit diesen Worten beginnt ein Lied zu Ehren des hl. Johannes Bosco, dessen Fest wir Don Bosco Schwestern heute feiern. Die Kinder singen es immer besonders gern. Im Refrain sind dann die Worte “hilf der Jugend dieser Welt” zu hören. Don Bosco, der Patron der Jugend, hat vorgemacht, wie man mit jungen Menschen umgeht, die wenig Lebens-Perspektiven hatten. Auch heute ist seine Idee lebendig, in den vielen Einrichtungen, die weltweit den Namen “Don Bosco” tragen. Im Festtagsevangelium wird das Evangelium gelesen, wo Jesus ein Kind in Mitte stellt. Die Kinder und jungen Menschen stehen im Mittelpunkt. Und zwar nicht so, dass alles nur um sie kreist, sondern so, dass sie selbst zu Protagonisten ihres Lebens werden, sie sollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und gestalten. Und damit das gelingen kann, setzten sich viele Erzieherinnen und Erzieher ein - für eine ganzheitliche Erziehung und Bildung.

Geschrieben von Sr. Birgit am 31. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Das Kleinste kann groß werden

Das ist wohl immer der Traum von den Kleinen - wenigstens einmal groß rauskommen. “Kleine” haben öfters Minderwertigkeitskomplexe. Nein - darum geht es im heutigen Gleichnis nun wirklich nicht. Vielmehr macht das Gleichnis vom Senfkorn - dem kleinsten von allen Samenkörnern, dessen Frucht (der Senfbaum) größer wird als andere Gewächse (Mk 4,31) Mut. - Kleines kann groß werden. Im Kleinen ist so viel Gutes angelegt. Durch Gottes Gnade wächst es (… es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie..- v. 37) - Mir sagt dieses Gleichnis: das, was in dir/in mir angelegt ist, wächst durch die Gnade Gottes unaufhörlich und das, was da wächst, ist nicht für mich da - die Ernte ist für andere und in den Zweigen dürfen “Vögel nisten”, damit das Leben weitergeht.

Geschrieben von Sr. Birgit am 30. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Dein Wille

Wie schnell spricht man doch im Vaterunser die Bitte “Dein Wille geschehe” aus. In den heutigen Tageslesungen kommt das Wort “Wille” recht häufig vor. Im Hebräerbrief heißt es: “Ja, ich komme..[...] um deinen Willen, Gott, zu tun.” (Hebr 10,7) Dieses Psalmwort (Ps 40) wird Jesus in den Mund gelegt. ER ist derjenige, der den Willen Gottes in vollkommener Weise erfüllt hat. Durch sein Lebensopfer. Nicht Schlacht- und Speiseopfer fordert Gott, sondern Hingabe an seinen Willen. Jetzt fragt man sich natürlich: “Und wie erkenne ich den Willen Gottes?” - Das ist nicht immer so einfach. Und doch gibt es einen Weg, ‘eine Methode’. - Auf das Wort Gottes hören, es betrachten und das, was man für sein Leben erkannt hat, zu tun. - Dann kann man sich, wie es im heutigen Evangelium heißt, als Bruder, Schwester oder Mutter Jesu wiedererkennen. Dann kommt und lebt man in Seiner Nähe. So wünsche ich mir und allen Menschen guten Willens, dass wir erkennen, was jetzt, heute, der Wille Gottes für mein/unser Leben ist.

Geschrieben von Sr. Birgit am 27. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Schäme dich nicht

Scham ist schon ein besonderes Gefühl. Auch kleine Kinder kennen es schon. Wenn heute im zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus davon die Rede ist, dann bezieht er sich auf den Glauben. “Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herr zu bekennen, schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin…” (2 Tim1,8) - Wenn man das aktuelle Zeitgeschehen verfolgt und einigen Studien Glauben schenkt, dann gehört das Reden von und über den Glauben zu den ‘intimsten’ Dingen überhaupt. “Das hat keinen was anzugehen, was in meinem Innersten vor sich geht.”, werden wohl viele denken. - Paulus ermutigt Timotheus in seinem Abschiedsbrief, sich nicht für seinen Glauben zu schämen und sich auch nicht zu schämen, dass er Paulus kennt, der für seinen Glauben im Gefängnis ist. Bekennermut ist gefragt!  - Ich frage mich: Bin ich bereit, auch in meiner nächsten Umgebung von meinem Glauben zu erzählen, oder schäme ich mich dafür?

Geschrieben von Sr. Birgit am 26. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Die Zeit ist erfüllt

Das kann wohl nur einer sagen. Der Herr über die Zeit. -“Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe.” (Mk 1, 15) Das ist wohl das Stichwort für den offiziellen Beginn, das öffentliche Wirken Jesu. Bisher spielte sich ja sein Leben mehr oder weniger im Verborgen ab. Jetzt ist sie also da - die Zeit, damit das vollendet wird, was im Plane Gottes steht. Schon im Galaterbrief hörten wir so einen ähnlichen Satz in der Adventszeit. “Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn…” - Der Startschuss ist also gefallen und noch immer klingt er nach. Wir ‘nachzeitlichen’ Christen leben in der ‘erfüllten Zeit’. Mit Jesus ist die Erfüllung gekommen und strebt seitdem ihrer Vollendung entgegen. Und wir sind mit hineingenommen in dieses Heilsgeschehen. Täglich neu. Auch heute spüre ich, dass die Zeit erfüllt ist, angefüllt mit Gottes Gegenwart.

Geschrieben von Sr. Birgit am 25. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Einfach verrückt

“ER ist von Sinnen”, so haben sie gesagt - die Angehörigen von Jesus. Sie wollten ihn aus diesem “Wahnsinn” herausholen, so hören wir heute im Evangelium (Mk 3,20-21). Ja, es muss schon wirklich seltsam angemutet haben, was sich da um Jesus und durch ihn abspielte. Von vielen Menschen war er immer gleich bedrängt sobald er auftauchte. Sie wollten geheilt werden, wollten IHN reden hören oder IHN einfach nur sehen. - Ich selbst habe mich gefragt: Finde ich diesen “Verrückten” auch so anziehend? Was ist es, was mich in Seine Nähe gebracht hat? Hat das “verrückende” Christentum auch heute noch eine Chance?

Geschrieben von Sr. Birgit am 24. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Erster und zweiter Bund

Wenigstens sechs mal ist im Abschnitt, den wir heute aus dem Hebräerbrief hören, die Rede vom Bund. Zuerst geht es um den Bund im Alten Testament. “Wäre nämlich jener erste Bund ohne Tadel, so würde man nicht einen zweiten an seine Stelle zu setzen suchen.” (Hebr 8,6-7) - Der Alte Bund wurde am Sinai geschlossen - Mose erhielt das Gesetz auf steinernen Tafeln. Hier heißt es: “Ich lege meine Gesetze in ihr Inneres hinein und schreibe sie ihnen in ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.” - Dieser zweite, Neue Bund ist durch Jesus Wirklichkeit geworden. ER ist der Mittler dieses neuen Bundes. - Der Neue Bund ist also zur “Herzensangelegenheit” geworden, weil Gott uns seine Gesetze ins Herz geschrieben hat. - Ist mir dieser Bund mit Gott, den ER mit mir in der Taufe geschlossen hat, auch eine Herzensangelegenheit? Lebe ich aus dem Gesetz “der Liebe”? Denn Gott hat ja einen Bund der Liebe mit uns Menschen geschlossen.

Geschrieben von Sr. Birgit am 23. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Erkannt

“Haben Sie ihn erkannt?” - Eine Frage, die manchmal gestellt wird, wenn man jemanden vielleicht länger nicht gesehen hat und sich die Person sehr verändert hat. Im Evangelium (Mk 3,7-12) wird Jesus von Menschen, die von unreinen Geistern besessen waren, erkannt - und zwar als der “Sohn Gottes”. “Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: “Du bist der Sohn Gottes!” Sie beugen sich vor der Größe Gottes, sie wissen, wer vor ihnen steht - sie haben ihn erkannt. Natürlich kann man sich nun fragen, warum gerade die unreinen Geister IHN erkannten und nicht alle anderen? Ich denke, dass das Erkennen auf einer anderen Ebene als der natürlichen passiert. Aber ich glaube auch, dass wir (so wie all die anderen Menschen zu allen Zeiten) auch immer die Möglichkeit haben, IHN - Jesus, als den Sohn Gottes, zu erkennen. Dazu brauchen wir nur in die Evangelien zu schauen und die Selbstoffenbarungen Jesu betrachten. In manchem Verborgenen ist ER zu erkennen.

Geschrieben von Sr. Birgit am 22. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Sich ausstrecken

So ist es doch meistens… da sitze ich morgens beim Aufstehen auf der Bettkante und recke und strecke mich, damit wieder Leben in meine noch schlaftrunkenen Glieder kommt. Im Tagesevangelium (Mk 3,1-6) darf ein Mann seine verdorrte Hand ausstrecken - um wieder gesund zu werden! - Und das an einem Sabbat… unverzeihlich meinen die Pharisäer… wie kann sich Jesus nur erdreisten… Jesus hat einen Menschen wahrgenommen, dessen Leben (und nicht nur die Hand) am Vertrocknen war. Der Mann hatte kein Selbstwertgefühl mehr, war ausgeschlossen vom Broterwerb, fühlte sich nutzlos. “Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten?” - So befiehlt Jesus dem Mann, seine Hand (sich) auszustrecken - auszustrecken nach dem Leben. - Ich selbst habe mich heute auch gefragt: Was ist an mir vertrocknet? Was strebt nach Leben? Wonach möchte ich mich ausstrecken?

Geschrieben von Sr. Birgit am 21. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Un-Sinn eines Gebots

Schnell spielen wir uns als Richter auf, wenn es um die Einhaltung eines Gebots oder Verbots geht. Da brauche ich mich nur selbst beobachten - z. B. im Straßenverkehr. Da rege ich mich über Menschen auf, die an der roten Fußgängerampel einfach über die Straße gehen, obwohl Kinder daneben stehen. “Ein leuchtendes Vorbild”, denke ich bei mir. - Heute geht es im Markusevangelium (Mk 2,23-28) um das Sabbatgebot. Die Jünger Jesu haben Hunger und reißen Ähren ab in einem Kornfeld, durch das sie schlendern. Die Pharisäer und Schriftgelehrten regen sich darüber auf - das Sabbatgebot ist ‘heilig’. - Doch Jesus sagt: “Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.” - In welcher Rolle finde ich mich wieder? In der der Pharisäer oder stehe ich auf der Seite Jesu? Welchen Sinn oder Un-Sinn sehe ich in den Geboten Gottes? Fragen, die mich heute beschäftigen.

Geschrieben von Sr. Birgit am 20. Januar 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

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