Monatsarchiv für September 2008

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Warum?

Kinder in einem gewissen Alter können einem ziemlich auf die Nerven gehen mit ihrer Fragerei, wenn es immer wieder heißt: “warum… ist das so und das so?” - Erwachsene brauchen in dieser Phase viel Geduld und oftmals stehen sie auch hilflos da und ringen nach Antworten. In der Tageslesung (Ijob 3, 1-23) aus dem Buch Ijob, dem Propheten, der ein persönliches Schicksal sondergleichen durchlitt, kommt die Frage “warum” häufig vor. “Warum starb ich nicht?…Warum nur… Warum schenkt Gott dem Elenden Licht…. Wozu…?” - Ijob hadert mit Gott. Ihm ist alles genommen, die Familie, Besitz, seine Gesundheit. Er fragt Gott, warum ER ihn überhaupt ins Leben gerufen hat. Wozu das alles? - Ich kann mir gut vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die sich in aussichtloser Lage befinden und ebenso wie Ijob klagen. - Nur, Ijob lebt in Beziehung zu ’seinem’ Gott und er wird schier irre an IHM, weil er IHN nicht begreift. So hadern wie er, kann wohl nur ein Mensch, der Gott anerkennt, der sich zu IHM bekennt und sein Leben von IHM her versteht. - Eines nur kann ich selbst in der Geschichte Ijobs sehen: mit meinem menschlichen Verstand kann ich Gott und seine ‘Gerechtigkeit’ nicht begreifen, aber ich darf mich von IHM lieben lassen, weil ER mich ins Dasein geliebt hat. Und das kann manchmal sehr schwer sein, wenn einem das Leben und das Lebensumfeld zerstört wird. Die Frage nach dem “warum” wird bleiben. Ich hoffe, dass ich bei IHM einmal die Antwort darauf bekomme.

Geschrieben von admin am 30. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Hell-Seher

Ist Jesus ein Hellseher? Im Evangelium heute sieht Jesus Natanael. Und er sagt ihm so einiges auf den Kopf zu über seine Person. “Du glaubst, weil dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. - Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.” (Joh 1,51) - Ja, Jesus sieht weiter und ‘heller’. ER hat den Göttlichen Blick. Wir Menschen sind da nur sehr eingeschränkt in unserer Wahrnehmung. Gott hat die sichtbare und die unsichtbare Welt erschaffen, also auch das, was sich unseren leiblichen Augen als Wirklichkeit entzieht. Engel sind Gottes Geschöpfe, die ER zu Seiner Herrlichkeit geschaffen hat. Heute feiert die katholische Kirche die Erzengel Michael, Gabriel und Rafael (die in der Bibel namentlich erwähnt sind). Engel sind uns Menschen als Boten und Helfer beigestellt. Damit auch wir ‘hell-sehen’, denn das tuen sie schon für uns. Sie stehen im Lichte Gottes.

Geschrieben von admin am 29. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Ja-Sager und Ja-Tuer

So genannte “Ja-Sager” haben nicht immer den besten Ruf. Es sind diejenigen, die brav abnicken, um es sich nicht mit dem Gegenüber zu verscherzen, um in seiner Gunst zu bleiben. Im heutigen Evangelium (Mt 21,28-32) hören wir vom Gleichnis der beiden Söhne, die im Weinberg des Vaters arbeiten sollen. Der erste sagt “ja” und geht dann aber nicht, der zweite sagt “nein”, bereut es später und geht dann doch noch. Jesus stellt dann den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes die Frage: “Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan?” und sie antworteten: “Der Zweite.” - Es besteht also ein Unterschied zwischen einem “Ja-Sager” und einem “Ja-Tuer”. Nicht in den Worten steckt immer Glaubwürdigkeit, sondern vielmehr in den Taten. Und nicht alle “Nein-Sager” sind automatisch die, die den Willen Gottes erfüllen. Dazu gehört die Umkehr, die Reue, das Sich-bewusst-sein, dass das ‘nein’ nicht angemessen war. Ich hoffe, dass es unter uns Christen viele “Ja-Tuer” gibt, “Ja-Sager” gibt es wohl es mehr als wir glauben.

Geschrieben von admin am 28. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Wege des Herzens

Wer möchte das nicht, auf den Wegen gehen, die einem das Herz weist? Im Buch Kohelet lesen wir heute: “Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen. Aber sei dir bewusst, dass Gott dich für all das vor Gericht ziehen wird.” (Koh 11,9) - Ja, natürlich ist oder wäre das schön, wenn ich den Weg gehen könnte oder kann, den mir mein Herz weist. Und ich denke, viele tun das wohl auch und wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Menschen, die es gerne tun würden, die sich aber in ihrem “Herzens-Tun” eingeschränkt fühlen. Der Nachsatz macht nachdenklich. Gott wird mich für alles zur Rechenschaft ziehen. Ja, ich bin verantwortlich für mein Tun. Manchmal spüre ich wohl mehr die Verantwortung meinen Mitmenschen gegenüber als Gott gegenüber. Und doch - wenn ich das, was ich im Herzen für ‘gut und richtig’ erkenne, dann spüre ich auch, dass Wege des Herzens Wege Gottes sind.

Geschrieben von admin am 27. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Ein Hauch von Ewigkeit

Ewigkeit - für uns hat das was nicht messbares an sich. Wir Menschen denken wohl auch zu sehr in einer zeitlichen und räumlichen Dimension. Im Buch Kohelet können wir heute lesen: “Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat von seinem Anfang bis zu seinem Ende wiederfinden könnte.” (Koh 3,11) - Gott hat die Ewigkeit in alles hineingelegt. - Wie ich finde ein wunderbarer Ausdruck. Gott hat sich ver-ewigt in allem Geschaffenen. An uns liegt es, diesen Hauch von Ewigkeit in allem wahrzunehmen. Nehmen wir uns doch einen Moment Zeit, um zu staunen und um dankbar dafür zu sein.

Geschrieben von admin am 26. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Friedens-Streber

‘Streber’ sind nicht immer die beliebtesten in einer Schulklasse. Sie möchten zu den Besten gehören. Heute feiert die katholische Kirche einen Menschen, der bekannt ist als Ratgeber und Friedensstifter - den hl. Niklaus v. der Flüe. Im Römerbrief lesen wir heute: “Lasst uns also nach dem streben, was zum Frieden und zum Aufbau der Gemeinde beiträgt.” (Röm 14,19) - Ich denke, dass wir dieses Streben, das Streben nach Frieden, durchaus sehr erst nehmen sollen und dass das ein wesentliches Kennzeichen unseres christlichen Glaubens sein sollte - und darin dürfen wir gerne “Streber” genannt werden dürfen. Unsere Welt braucht so sehr den Frieden. Einen Frieden, nicht wie ihn die Welt vorgaukelt, sondern einen Frieden, der tief in unseren Herzen wurzelt. Frieden ist Geschenk Gottes. Er will auch erbetet sein. Den hl. Niklaus dürfen wir da gerne als Fürsprecher anrufen. Unsere Welt braucht gerade heute viele “Friedens-Streber”.

Geschrieben von admin am 25. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Im Auftrag

“i. A.”, so steht manchmal bei Unterschriften als kleine Beifügung - ausgeschrieben heißt das “im Auftrag”. Im heutigen Evangelium geht es um die Aussendung der Jünger. “Jesus sandte die Jünger aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.” (Lk 9,1-6) Sie sollen - mit dem Nötigsten ausgestattet - zu den Menschen gehen, ihnen die Gute Nachricht verkünden und sie heilen. - Auch wir - die getauften Christen - stehen in der Nachfolge Jesu. Nach jeder hl. Messe ist Sendung. Im lateinischen: “Ite missa est” (jetzt ist Sendung). Wir sind, wie die Jünger, zu den Menschen gesandt. - Heute scheint es ungleich schwieriger, eine Gute Botschaft zu verkünden. Die Menschen hören lieber Sensationsmeldungen. Aber nach Heil und Heilung sehnen sich alle. Vielleicht kann das ein Ansatz für uns sein, den Menschen mit diesem Angebot nahe zu kommen.  Dann können wir getrost unterschreiben mit “i. A. Jesus”.

Geschrieben von admin am 24. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Familie einmal anders

Klar, Familie dazu gehören Vater, Mutter, Kinder und im weiteren kommen dann noch Großeltern, Onkel und Tanten usw. dazu. Im heutigen Evangelium (Lk 8,19-21) schenkt uns Jesus eine neue Sicht auf die Familie. ER weitet sie aus. “Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.” So hat eigentlich jeder die Chance zu seiner Familie zu gehören. Bedingung dafür: auf das Wort Gottes hören und danach handeln. Klingt erst mal einfach. Nein, einen Haken gibt es da nicht. Aber es erfordert Ausdauer, Sensibilität, Innerlichkeit und letzlich auch Mut. Denn den braucht man, wenn man das gehörte und verstandene Wort Gottes in die Tat umsetzen möchte. Ich wünschte mir, dass sich noch viel mehr Menschen zur Familie Jesu zählen wollten. Es ist eine andere Familie - eine Familie mit hohen Idealen.

Geschrieben von admin am 23. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Ausleuchten

Eine Eigenschaft des Lichts ist, dass man damit etwas ausleuchten kann. Licht lässt sich unschwer verstecken. Im heutigen Evangelium (Lk 8,16-18) geht es um das Licht. Niemand wird es mit einem Gefäß zudecken oder unter das Bett stellen, sondern man wird es an erhöhter Stelle, auf einen Leuchter setzen, damit alle es sehen können, die in ein Haus eintreten, so sagt Jesus. Eigentlich will er damit sagen, dass alles ausgeleuchtet wird, auch das, was man gerne im Verborgenen halten möchte. Alles kommt eines Tages ans Licht! Spätestens durch SEIN Licht. ER hat ja von sich gesagt: “Ich bin das Licht der Welt!” - Und dieses Licht, SEIN Licht, soll sich ausbreiten in dieser Welt, auch da, wohin es noch nicht gelangt ist. Irgendwann werden alle Menschen von diesem Licht berührt. Und dann wird alles hell, auch die dunklen Winkel unserer Herzen. SEIN Licht hat reinigende Kraft. Schon jetzt - in unserem Alltag. Lassen auch wir uns neu entzünden an diesem Licht, damit es ein wenig heller wird in unserer Welt - auch durch uns.

Geschrieben von admin am 22. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Die Letzten - die Ersten

Das Bibelwort, dass die Letzten die Ersten sein werden, ist auch noch heute bei uns in aller Munde. Doch, wer traut den “Letzten” heutzutage noch was zu? - Gott schon. Bei IHM haben alle ein Chance. Im Sonntagsevangelium vom Gutsbesitzer (Mt 20,1-16a), der für seinen Weinberg zu unterschiedlichen Zeiten Arbeiter anheuert und dann am Ende des Tages allen den gleichen Lohn ausbezahlt, kommt das sehr schön zum Ausdruck. Ja, die Letzten, haben den ausgemachten Lohn erhalten. Auch die Ersten waren damit einverstanden; nur meinten sie am Ende des Tages, als sie sahen, dass alle gleich entlohnt wurden, mehr zu erhalten. Gottes Gerechtigkeit ist eine andere als die unsere. Bei uns heißt es: “wer mehr arbeitet, bekommt auch mehr” - Bei Gott heißt es: “Darf ich nicht mit dem, was mir gehört, machen was ich möchte?” - Ich meine, dass wir allzu oft denken, dass wir über von Gott Geschaffenes verfügen können, wie es uns dünkt. Neid und Missgunst sind dann meistens mit von der Partie. Gott sorgt - für einen jeden von uns - auch für den vermeintlich Letzten. Wie schön wäre es doch, wenn wir einmal mehr die Letzten in den Blick nähmen?

Geschrieben von admin am 21. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

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