Aufgabe der Missionsprokur

Die Missionsprokur der Don Bosco Schwestern in Deutschland gibt es schon seit den 1960er- Jahren. Am Anfang ging es hauptsächlich darum, den Kontakt mit den deutschen Missionarinnen zu halten (die damals noch zahlenmäßig recht viele waren) und um für deren Helferkreise Ansprechpartner zu sein. Aber schon bald wurde klar, dass die Projekte in den einzelnen Missionsstationen größer wurden und entsprechend mehr Mittel aufzubringen waren, die die Helferkreise allein nicht aufbringen konnten. So wandte man sich an Hilfsorganisationen in Deutschland, um dort eine Ko-Finanzierung zu beantragen.

Und so ist es auch heute noch. Mittlerweile liegen nicht nur Projekte der deutschen Missionarinnen vor, sondern Projekte aus aller Welt. Da die einzelnen Provinzen nicht immer die finanziellen Mittel zur Verfügung haben, wenden sie sich an die Missionsprokur mit der Bitte um Ko-Finanzierung und die Vermittlung an Partnerorganisationen. Dabei wird immer auch ein Eigenanteil der antragstellenden Organisation gefordert (das sind dann die Mittel, die die Missionsprokur zur Verfügung stellt). So arbeitet die Missionsprokur z. B.  mit den Abteilungen für Weltkirche der Diözesen, dem Kindermissionswerk (Sternsingeraktion), Misereor, Missio, Adveniat und Renovabis zusammen. Dabei wird ein Projektantrag immer auf mehreren Ebenen geprüft, sei es in der Provinz, in der Zentrale der Kongregation (in Rom) bevor er an Hilfsorganisationen weitergeleitet wird. Die Provinzen, denen Projektmittel bewilligt werden, müssen einen Abschlussbericht über deren Verwendung vorlegen.