Schlechtes Trinkwasser in Dar es Salaam

ein Trinkbrunnen auf dem Gelände der Schule der Don Bosco Schwestern in Dar es Salaam

vom

Dringend wird eine Wasseraufbereitungsanlage gebraucht - viele Kinder und Schwestern krank

Sr. Munene Caroline Mbucu schreibt: „Unsere Gemeinschaft in Dar es Salaam, die zur ostafrikanischen Provinz gehört, befindet sich in einer schwierigen Lage. Die Qualität des Trinkwassers ist so schlecht, dass Schwestern, Mitarbeiter und Kinder erkrankt sind. Dringend müsste eine Umkehr-Osmose-Filteranlage eingebaut werden, damit das Trinkwasser entsprechend gereinigt werden kann. Doch es fehlt uns an den finanziellen Mitteln, um dieses System zu bezahlen. Unsere Kinder hier sind sehr arm und wir sind schon froh, wenn sie das Schulgeld bezahlen können.“

Zur Situation:

Die Gemeinschaft und die Schulen liegen in Temeke, einem slumähnlichen Stadtteil von Dar es Salaam, in dem sehr arme Menschen leben. Es gibt nur wenige, die einen festen Arbeitsplatz haben. Die meisten sind Kleinhändler. Sie verkaufen Secondhand-Ware, Obst, Gemüse und selbstgemachte Speisen in ihren „running shops“.

Die Schwestern sind 1991 auf Einladung des Bischofs nach Dar es Salaam gekommen. Sie sollten sich um Schul- und Berufsausbildung, sowie Religionsunterricht kümmern. Auf einem Stück Land, das von der Diözese erworben wurde, wurde zuerst ein Ausbildungs (Schneiderhandwerk)- und Jugendzentrum gebaut. Das war 1995. Später, im Jahr 2007, kamen noch ein Kindergarten und eine Grundschule hinzu. Zur Gemeinschaft der Don Bosco Schwestern gehören vier Schwestern.

Wasser ist ein kostbares Gut in Dar es Salaam. Vor mehr als 20 Jahren wurde der erste Brunnen, etwa 100 m tief, gebohrt. Er gab gutes Süßwasser. Doch so nach und nach trocknete er ein. Spezialisten wurden zu Rate gezogen, um nach einem neuen Bohrloch Ausschau zu halten. Doch sie konnten nicht sehr tief bohren, weil sie auf harten Felsen stießen. Er gab nur wenig Wasser – noch dazu salziges (hier macht sich die Nähe zum indischen Ozean bemerkbar). Es war zwar salzig, doch es schien sauber zu sein, wie die Firma meinte.  

Ein Jahr später jedoch, wurden einige Kinder, junge Leute, Mitarbeiter und auch die Schwestern krank (Typhus und Durchfallerkrankungen).

Das Wasser dient nicht nur als Trinkwasser, sondern auch zur Speisenzubereitung und zum Wäschewaschen. Also kommen viele hundert Kinder, Lehrer, Mitarbeiter und die Schwestern täglich mit diesem Wasser in Kontakt, denn jede/r nimmt auch an der obligatorischen Schulspeisung teil.

Das Klima in Dar es Salaam ist heiß und schwül, in den Monaten von Januar bis April kann die Temperatur auch mal über 40 Grad Celsius steigen.
Während der Woche sind täglich 450 Schüler auf dem Gelände, am Wochenende auch noch mal 350 Jugendliche, die zur Freizeitgestaltung kommen und auch ein Essen dort einnehmen.

Bei neuerlichen Wasseruntersuchungen wurde von Spezialisten festgestellt, dass das Wasser nicht nur salzig ist, sondern 14 verschiedene Bakterien enthält.
Ein Schwester ist so krank, dass sie ihr in Dar es Salaam nicht mehr helfen konnten. Die Provinzoberin nahm sie bei einem Besuch in der Gemeinschaft mit nach Nairobi, um sie dort behandeln zu lassen. Auch die anderen Schwestern fühlen sich matt und kraftlos.

Nachdem die Schwestern aufgrund der Bodenbeschaffenheit (felsiger Untergrund) davon absehen, Geld in weitere Brunnenbohrungen zu investieren, gibt es nach Ansicht der Spezialisten nur eine Möglichkeit: die Installation eines Umkehr-Osmose-Wasserfiltersystems.

Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 42.900.000 Tanzanian Shilling (also umgerechnet ca. 17.900 EUR).

Die Schwestern haben jedoch kein Geld dafür. Mit dem Schulgeld, das die armen Kinder geben, können sie gerade so eben die notwendigen Ausgaben bewältigen.

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