Haiti braucht unsere Hilfe

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Hurrikan “Matthew” hat eine weitere humanitäre Katastrophe auf Haiti ausgelöst

Ein weiteres Mal wurde Haiti , das schon 2010 vom schweren Erdbeben erschüttert wurde, von einer Naturgewalt heimgesucht. Mit Wassermassen, die sich aus den Wolken ergossen und einem Sturm mit fast 230 Stundenkilometer Geschwindigkeit fegte er vom 3. auf den 4. Oktober über die Karibik-Insel hinweg. Er hinterließ Tod und Zerstörung. In dem Land, in dem sich nur mühsam die Gesellschaft festigt, in der das Gesundheitssystem prekär ist und der Großteil der Bevölkerung in großer Armut lebt, ist das eine neuerliche Katastrophe, die Haiti allein nicht bewältigen kann.

Nach dem schweren Erdbeben in 2010 war Haiti gerade dabei, sich langsam zu erholen. Immer noch leben mehr als 50.000 Menschen in Zeltdörfern. Durch den Wirbelsturm wurde die Wasserversorgung erheblich zerstört, Flüsse traten über die Ufer und hinterließen Schlamm und Dreck. Durch fehlende Abwasserregulierung drohen nun Seuchen wie Cholera. Aber auch mit Dengue-Fieber ist zu rechnen, wie auch das Zika-Virus wird sich ausbreiten.

Ackerland und Viehweiden sind mit Schlamm verkrustet und haben die Pflanzen unter sich begraben. Wahrscheinlich droht in weiten Teilen ein Totalausfall der Ernte.

Momentan liegen die Zahlen der Todesopfer bei etwa 800. Aber diese Zahl wird sich wohl noch erhöhen, denn die Kommunikationswege sind sehr eingeschränkt, so dass er so nach und einzelne Ortschaften miteinander in Verbindung treten können.

Der Süden der Insel ist mit am stärksten betroffen. Nach ersten Schätzung sind dort wahrscheinlich ca. 80 % der Häuser zerstört. Leider sind auch einige Gegenden von Strom und Mobilfunk abgeshnitten und völlig isoliert. Les Cayes, Provinzhauptstadt und Grand Anse sind wohl die Zonen mit den größten Zerstörungen.

Die Don Bosco Schwestern von Anse-à-Veau sind wohlauf. Die Schule wurde zerstört, das Dach komplett abgetragen. Sie konnten mehr als 50 Menschen bei sich aufnehmen, um ihnen zu helfen.

Auch in Les Cayes blieben die Schwestern unverletzt. Aber große Wasserschäden am Haus, umgestürzte und entwurzelte Bäume, haben sie gemeldet. Auch diese Gemeinschaft nimmt obdachlos gewordene Familien auf.

Aber auch in Port-au-Prince und in Jacmel wurde vom Sturm “Mathew” Schäden angerichtet. Es gibt keinen Strom und es fehlt an Lebensmitteln und Trinkwasser. Dort schätzt man, dass etwa 200.000 Menschen obdachlos geworden sind.

Leider kann momentan aufgrund der schlechten Kommunikation keine präzise Situationsanlyse stattfinden. Ebenso haben die Schwestern von ihren Verwandten kaum Nachrichten. Einige der Angehörigen haben offensichtlich alles verloren.

Alle Gemeinschaften der Kongregation der Don Bosco Schwestern sind aufgerufen, mit der Provinz Haiti solidarisch zu sein. Die Mitschwestern auf Haiti, sowie die Kinder und Jugendlichen und deren Familien, wissen, dass sie nicht allein sind. Sie bitten auch um das Gebet, damit sie die Kraft finden, mit dieser erneuten Katastrophe umzugehen.

Spenden können Sie unter Angabe des Zwecks auf folgende Spendenkonten.

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