Chennai unter Wasser

die Kapelle des Provinzialats steht unter Wasser

vom

Drei Einrichtungen der Don Bosco Schwestern betroffen

Chennai (früher Madras), die Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu, im Süden Indiens, wurde am 2. Dezember 2015 von katastrophalen Überschwemmungen heimgesucht. Straßen und Häuser waren überflutet, Tausende mussten evakuiert werden, der Flughafen musste gesperrt werden. Die Stadt und Umgebung waren komplett im Wasser versunken. Die Menschen konnten ihre Häuser nicht verlassen, waren ohne Strom, Wasser und Nahrung. „Chennai wurde zu einer Insel“, sagte der indische Innenminister. Schon bei Überschwemmungen im November verloren mehr als 280 Menschen ihr Leben. Eine Helikopterflotte des Militärs bringt in die Aufnahmezentren der Betroffenen Lebensmittel.

In Chennai haben die Don Bosco Schwestern sieben Einrichtungen; neben dem Provinzhaus in Kodambakkam, waren auch das Exerzitienhaus Mannivakkam und das Salesian Sister Auxilium Vyasarpadi (ein Schulkomplex vom Kindergarten bis zur Berufsschule) komplett überschwemmt.

Die Schule wurde geschlossen, das gesamte Erdgeschoss war geflutet, es gab weder Strom, noch Telefon und Internet funktionierten. Genauso wenig fuhr kein Zug und kein Flugzeug konnte landen. Viele Menschen leiden, nicht nur aufgrund des Verlustes eines lieben Menschen, sondern auch, weil ihr Hab und Gut vom Wasser davon geschwemmt wurde.

Die Don Bosco Schwestern haben sich zu einem Netzwerk “Auxilium Fluthilfe” zusammengetan mit anderen Mitgliedern der Salesianischen Familie. Sie gehen zu den Menschen und bringen das Notwendige, wie Nahrung, Kleidung, Kerzen. Zusammen mit Eltern von Schülern, Lehrern und den Jugendlichen kommen sie in die betroffenen Gebiete.

Auch nach Marialaya, im Norden Chennais gelegen, kommt Hilfe bei der Bevölkerung an, die dort große Schäden zu verzeichnen hat. Über 1300 Menschen erhielten ein Hilfspaket mit Dingen des ersten Bedarfs.

Die Provinz, dem hl. Apostel Thomas geweiht ist, versucht alles ihr Mögliche, um den Menschen konkret in dieser Ausnahmesituation zu helfen.
Aber es werden in nächster Zeit noch medizinische Zentren, sowie Nachhilfeunterricht für die Schüler in unseren Schulen notwendig sein. Und dann muss man an die Wiederaufbauarbeit denken. Das kostet Zeit und viel Geld (da brauchen wir nur an das Oderhochwasser bei uns in Deutschland zu denken).

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