Bitterarmes Madagaskar

Sr. Germana und einige Kinder in Fianarantsoa

vom

Schwester Germana Boschetti schreibt einen Brief

Schon seit einigen Jahren bestehen Kontakte nach Madagaskar - vor allem Schwester Germana Boschetti, eine italienische Missionarin, weist immer wieder auf die miserable Situation der Menschen in diesem bitterarmen Land hin.

Die Don Bosco Schwestern haben mittlerweile sieben Gemeinschaften auf der "roten Insel" vor dem afrikanischen Kontinent. Ein besonderes Anliegen ist den Schwestern, dass die Kinder nicht mit leerem Magen lernen müssen. Deshalb gibt es in allen Schulen ein warmes Mittagessen (meistens Reis und Gemüse und etwas Soße), sowie auch einen Becher Milch (aus Milchpulver). Oftmals die einzige Mahlzeit der Kinder.

Gebraucht werden:

  • Grundnahrungsmittel
  • Medikamente
  • Schulgeld (für Lehrergehälter, Schul- und Unterrichtsmaterial

Nachstehend ein Brief, der vor Weihnachten in der Missionsprokur ankam.

Brief von Sr. Germana

Liebe Freunde und Wohltäter,
immer wieder, nicht nur zu Weihnachten, sind wir gemeinsam unterwegs, um die Türen unseres Herzens, ja unseres Lebens zu öffnen, um Jesus bei uns einzulassen.

Ich schreibe euch die Worte des Papstes:
Der Herr kommt zwei Mal: die eine Ankunft feiern wir an Weihnachten; die andere, wenn er kommt, am Ende der Zeiten, um die Zeit zu vollenden. Aber es gibt noch ein drittes Kommen Jesu: das Tagtägliche, und ich frage mich, ob wir in Erwartung sind, oder ob wir verschlossen sind? Gibt es Platz für den Herrn oder gibt es nur Platz für Feierlichkeiten, für Ausgaben, für Lärm? (Papst Franziskus)

Das lässt mich an die Worte Jesu denken: „Ich stehe an der Türe und klopfe“
und ich denke dabei an die vielen Brüder und Schwestern, die an die Türe unserer Mission klopfen und um Hilfe zum Überleben bitten …
Und im Namen von Jesus, der in diesen Armen bei uns ein hilfsbereites Herz sucht, sage ich Euch „Danke“!
Immer wieder habt ihr uns die Früchte eures Verzichtes und euer Großherzigkeit in die Hände gelegt, und ich spüre das Bedürfnis, euch zu sagen, dass wir alles tun, um den Brüdern und Schwestern, vor allem den Kleinsten und Hilfsbedürftigsten zu helfen, die uns aufsuchen oder denen wir begegnen.
Tatsächlich helfen wir ihnen, zu überleben, durch:

  • medizinische Hilfe, manchmal sogar durch chirurgische Eingriffe, die Leben retten;
  • Lebensmittel: in sechs der sieben Niederlassungen bekommen die ärmsten Kinder täglich kostenlos ein Mittagessen (es sind etwa 800 am Tag) und auch dies sind gerettete Leben, das kann ich euch versichern. Denn wer Hunger leidet, hat auch das Recht, sich etwas zu essen zu organisieren … auch durch Diebstahl, wobei sie dann Gefahr laufen, ins Gefängnis zu kommen oder zu Tode geprügelt zu werden …
  • Erziehung und Bildung: Kindergärten, Grund- und Mittelschulen, Berufsschulen und Berufsausbildungszentren, Aufnahmezentren für verlassene Kinder, Förderzentren für Kinder, die die Schule abbrechen mussten, Zentren für die „Freizeit“ (Jugendzentren-Oratorien, Ferienfreizeiten, …),Aus- und Fortbildungen für Lehrer, Jugendgruppenleiter, Freiwillige Mitarbeiter …

Ich habe versucht, sie alle zusammen zu zählen, die in unsere Zentren kommen: es sind mehr als 6000!!!
In ihrer aller Namen, die in Jesu Namen an unsere Türe klopfen, möchte ich euch danken!
Ich bitte euch, denken wir weiterhin daran, dass Jesus an die Türe unseres Herzens klopft, in der Erwartung, dass wir ihm öffnen…
Wenn er kommt, bringt er uns die wahre Zufriedenheit und Freude und das Wissen darum, dass unsere Leben – zusammen mit ihm – neues Leben hervorbringt!
DANKE, liebe Wohltäter! Seid gewiss, dass ihr das Geschenk, das ihre Jesus bringt, schon in eurem Herzen vielfach zurück erhaltet, jeden Tag eures Lebens. Das erbitten wir für jeden von Euch in unseren Gebeten und durch unseren täglichen Einsatz, bei dem wir „Jesus aufnehmen, der an unsere Türe klopft“! Das ist der tiefe Sinn der guten Wünsche, die ich euch in meinem Namen, im Namen meiner Mitschwestern und in Namen der vielen Brüder und Schwestern mache: Möge Jesus in eurem Leben täglich gegenwärtig sein.
Eure Sr. Germana Boschetti

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