Aufbau eines sozio-pädagogischen Zentrums in Smarhon

vom

Familien den Weg in eine bessere Zukunft eröffnen.

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des Eisernen Vorhangs leiden die Menschen in Weißrussland noch immer unter den Folgen von Planwirtschaft und kollektiver Armut.
Die wirtschaftliche Lage vieler Familien ist sehr schlecht. Viele sind arbeitslos und selbst wer einen Job hat,
verdient nicht genug für ein menschenwürdiges Leben. Immer mehr Menschen werden darüber depressiv und antriebslos. Sie vernachlässigen sich selbst und ihre Kinder, etliche betäuben ihre Verzweiflung mit Alkohol. Gerade bei den Männern verwandelt sich die Frustration im Rausch schnell in unkontrollierte Wut. Gewalt gegen Frauen und Kinder ist dann – so traurig es ist – keine Ausnahme.

Unsere tatkräftigen Mitschwestern rütteln die Menschen auf.

In Smarhon, einer Stadt im ländlich geprägten Nordwesten des Landes, stemmen sich Don Bosco Schwestern,
die als geborene Weißrussinnen selbst die tragische Entwicklung ihres Heimatlandes von Kindheit an kennengelernt haben, mit aller Kraft gegen diese Spirale aus Armut, Depression und Gewalt.
Als pastorale Mitarbeiterinnen der Pfarrei „Hl. Erzengel Michael“ schenken sie mehr als 700 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Kraft und die Inspiration des Glaubens.
Obwohl sie keine staatliche Unterstützung erhalten, ist es der kleinen Gemeinschaft unter Leitung von Schwester Veranika im letzten Jahr unter großen finanziellen Mühen gelungen, einen kleinen Kindergarten aufzubauen. Zwanglos zusammenkommen, Talente entdecken, gemeinsam unbeschwert spielen und in liebevoller Obhut Freude erleben – das ist für viele Kinder in der dort ein völlig neues Glückserlebnis.
In ihren Familien prägt bittere Armut den Alltag, Streit und häusliche Gewalt sind leider keine Ausnahme in den von Hoffnungslosigkeit zerrütteten Familien.
Noch fehlt es an Einrichtung und Spielsachen, doch die Kinder der Gemeinde sind glücklich und dankbar.
Endlich haben sie einen Ort, an dem sie jeden Tag herzlich willkommen sind.

Damit Lieblosigkeit und Entfremdung nicht noch mehr junge Familien zerstört, wollen die Don Bosco Schwestern ein sozio-pädagogisches Zentrum aufbauen und ganzheitliche Familienhilfe durch Elternkurse, Paarberatung und Krisenintervention leisten.
Zugleich möchten sie das Bildungs- und Freizeitangebot für die Kinder und Jugendlichen verbessern.
Das Kursangebot umfasst u.a. Musik- und Sportunterricht, Lese- und Schreibübungen, Förderkurse für Psychomotorik und kognitive Entwicklung. Damit all dies so schnell wie möglich in die  Praxis umgesetzt werden kann, müssen die Gebäude und die Einfriedung des Don Bosco Zentrums fertig gestellt werden. Außerdem fehlen noch fast alle Möbel.
Dafür hoffen Schwester Veranika und ihre Mitschwestern auf Hilfe aus Deutschland und schließen alle lieben Freunde der Don Bosco Schwestern ganz herzlich in ihre Gebete ein.

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