Ambulanz ausgebrannt

Arme werden gespeist im Sozialzentrum de la Virgen

vom

Dringender Hilferuf aus Costa Rica

Schwester Vilma Tallone, Generalökonomin der Don Bosco Schwestern, schreibt:

In der ersten Oktoberhälfte konnte ich die sechs Länder, der zwei Zentralamerikanischen Provinzen besuchen. Besonders war ich vom Besuch im Geburtsort der Seligen Maria Romero, in Granada in Nicaragua und in San José in Costa Rica, wo sie jahrelang so segensreich gewirkt hat, beeindruckt. Wie lebendig ist ihre Anwesenheit dort, besonders in Costa Rica!

In “ihrem Haus der Jungfrau” in San José gibt es einen unaufhörlichen Strom von Pilgern, die auf die Fürsprache der Seligen Maria Romero zur Gottesmutter wallfahrten. Zahlreiche Wunder gibt es. Viele Menschen bekehren sich, werden an Seele und Leib geheilt, Familien, die getrennt waren, finden zueinander und in schwierigen Situationen wurde geholfen. Fast jeder der Pilger und Gläubigen kann etwas erzählen.

Das Wasser, das “von der Madonna kommt” (wie gesagt wird), ergießt sich weiterhin direkt hinter der Gruft der Seligen Maria Romero und die Leute kommen und füllen sich kanister- und flaschenweise das Wasser ab. Dieses Wasser, so glauben sie, heilt Seele und Leib, schenkt Frieden und Gelassenheit. Allerdings nur für den, der glaubt.

Feuer im Gesundheitszentrum

Als vor einigen Monaten an der Erneuerung der Elektroversorgung gearbeitet wurde, und die Arbeiter etwas schweißten, schlug eine Stichflamme auf den Speicher über. Dort waren nur einfache Materialien verbaut wurden, und alles stand sehr schnell in Flammen und brannte wie Pappe. Das Feuer schlug wie in einem Bogen auf zwei Stockwerke des Gesundheitszentrums über.
Auch das Gesundheitszentrum geht auf die Initiative der Seligen Maria Romero zurück. Dort arbeiten 17 Ärzte, die ihre Dienste kostenlos anbieten. Alle sind sie Spezialisten (wie etwa Zahnärzte, Augenärzte, Laborärzte) und können dort auf gut ausgestattete Labore, sowie eine Apotheke zurückgreifen. Die Patienten bezahlen nur eine symbolische Summe für die ärztlichen Leistungen bzw. Medikamente, Hilfsmittel und Operationen.

Wie durch ein Wunder wurden die Flammen von den medizinischen Apparaten, der Apotheke und dem Haus der Schwestern ferngehalten. Aber die Schäden am Haus sind enorm und um den Kranken weiterhin die Möglichkeit zu geben, den Dienst im Gesundheitszentrum in Anspruch zu nehmen, wurden schon Teile wiederhergestellt. Aber es bleibt noch ein großer Rest, der vervollständigt werden muss. Das ist besonders teuer, da der Bau erdbebensicher sein muss, da die Region eine Hochrisikozone ist. Der Dachstuhl, die Elektroinstallation, Türen und Fenster, sowie der Putz und die Malerarbeiten stehen noch aus.

Auch die Kapelle ist renovierungsbedürftig

In diesem herrlichen Sozialwerk, das von der Seligen Maria Romero gegründet wurde, gibt es auch eine schöne und große Kapelle. Täglich werden hier vier heilige Messen gefeiert und viele Stunden lang wird das Sakrament der Versöhnung gespendet. Gläubige sind tief im Gebet versunken, alles in einer Atmosphäre großer Sammlung.
Jeden Tag kommen viele tausend Menschen hierher.

An Wänden sind Wandmalereien zu sehen, die die Seligpreisungen der Seligen Maria Romero zeigen, ihre uneingeschränkte Hinwendung zu den Armen: Häuser für die Obdachlosen, wie sie heute vom Verein ASSAYNE fortgeführt wird, die Heilung der Kranken, die Begleitung von denjenigen, die ohne Hoffnung sind, die Kleidung der Nackten, sowie vielfältige Möglichkeiten der Ausbildung für Frauen, die von verschiedenen Vereinigungen, die sich rund um das Sozialwerk der Seligen Maria Romero angesiedelt haben, weitergeführt werden.

Doch diese Kapelle ist einsturzgefährdet

Die Stützpfeiler sind im Fundament sehr angegriffen. Unter dem Fundament hat siche in Leerraum gebildet, der sich zwischen 30 und 70 Zentimentern bewegt, hervorgerufen durch Unterspülungen, die die Erde weggeschwemmt hat. Um die Kapelle zu retten, muss das ganze Fundament freigelegt werden und mit Beton und Stahlarmierungen ausgekleidet werden. Auch die Stützpfeiler müssen entsprechend befestigt werden. Das wird ein schwieriges Unterfangen für die Bautechniker. Und ein sehr kostspieliges dazu.

Natürlich glauben wir, dass die Selige Maria Romero ihren Teil dazu beiträgt. Immer wieder erscheint sie jemanden, den sie dann sie dann zum Gesundheitszentrum führt, oder der anderweitig Hilfe braucht. Wenn sich dann diese Leute an die Gemeinschaft wenden und sich bei der Schwester bedanken möchten, werden sie in die Kapelle vor ein Bild der Seligen Maria Romero geführt und die Menschen erkennen in ihr die Schwester, die ihnen geholfen hat. Ja, Schwester Maria Romero ist lebendig und gegenwärtig in ihrem Haus.

Doch unsere Seligen und Heiligen bedienen sich auch unserer Menschlichkeit. So möchte ich alle Menschen guten Willens bitten, sich an den Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten, die ich oben beschrieben habe, zu beteiligen.
Seit über 70 Jahren geschieht dort im „Haus der Jungfrau“ so viel Gutes für die Ärmsten.

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